Tag 300: Way back to Germany – Birmingham, ich muss dich lassen…

Und dann ist es also tatsächlich so weit – Tag 300 naht: Nach einem fulminanten Konzert in einem der eindrucksvollsten Konzertsälen der Welt ist das Auto gepackt und die Heimreise steht bevor. Gemeinsam mit Rebecca und Ben und Kisten voll Chormusik, fahren wir also heute von London nach Heidelberg. Etwas wehmütig aber voller Freude auf den Neuanfang in Karlsruhe und sosehr bereichert an Eindrücken geht es zurück.

Ein letztes Mal die Klippen von Dover bewundern und dann ab zurück in die Heimat!

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Mit Rebecca & Ben haben Katharina und ich zwei wirklich tolle Freunde gefunden, mit denen wir dann noch drei Tage Heidelberg und Pfalz-Urlaub verbracht haben. Im Gespräch mit den beiden auf der Autofahrt haben wir auch versucht ein kleines Resümee zu ziehen – sozusagen ein Ergebnisprotokoll Birmingham.

MA Choral Conducting Birmingham:

  1. Ein Jahr voll toller Musik auf höchstem Niveau
  2. Ein Jahr mit inspirierender Begegnung und prägenden Erlebnissen
  3. Ein Jahr der künstlerischen und persönlichen Reifung
  4. Das beste, was mir nach dem Kirchenmusikstudium hätte passieren können!

Für meine zukünftige Arbeit als Kantor habe ich unfassbar von dem Studium hier im Chorland England profitiert und wünsche mir, dass ich diese Begeisterung auch in meine Chorarbeit einbringen kann zukünftig.

Ich möchte mich von Herzen bedanken bei meinen Hauptfachlehrern Simon Halsey, Simon Carrington und Julian Wilkins, die mich in diesem Jahr sosehr persönlich voran gebracht haben und ich wünsche Euch, dass der Studiengang auch in Zukunft angeboten werden kann. Dieses einmalige Angebot voll individuellem Tutorial und den vielen 1-2-1 sessions ist Gold wert und in Verbindung mit den zahlreichen Chorgruppen der University of Birmingham ein wahrer Schatz für junge Chordirigenten!

Well, this is the last chapter of a wonderful love story, allen begeisterten Chordirigenten und Kirchenmusikern sei der Aufenthalt oder das Studium in England wärmstens ans Herz gelegt – hier gibt es einiges zu entdecken. Mein Blog wird noch einige Zeit online sein, aktuelle Infos gibt es aber zukünftig eher hier – Vielen Dank an alle regelmäßigen Leser!

https://www.petergortner.de

http://christuskirche-musik.de

https://www.mannsingt.eu

 

All best,

Peter

 

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Beethoven 9. Sinfonie – BBC Proms

Im großabgelegten crescendo geht mein Jahr in England zu Ende – und eine bessere Schlusssteigerung hätte man sich nicht erträumen können – Beethovens 9. Sinfonie in der grandiosen Royal Albert Hall in London.

 

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Unter der Leitung von Simon Halsey probten wir eine ganze Woche mit dem BBC Youth Choir, der aus drei der besten Jugendchören des Landes besteht um das gewichtige Werk mustergültig zur Aufführung zu bringen. Auswendig lernen war angesagt, damit die „Tochter aus Elysium“ auch richtig gut rüber kommt… Als Sprachcoach war ich ebenso gefragt wie als einer der 240 Sänger – das war eine Wucht! Die Aufführung war mit gut 5500 Besuchern auch recht gut besucht und ein riesen Erfolg. Neben Beethoven gab es noch ein eindrucksvolles Orchesterwerk von Benjamin Britten und eine Uraufführung von Eriks Esenvalds (ohne Weingläser – dafür mich Glockenspielen 🙂

Wer gerne mal hören möchte, wie das geklungen hat, kann unter folgendem Link die Live-Übertragung des BBC nachhören mit dem World Orchestra for Piece unter der Leitung von Donald Runnicles:

Proms 2018 Prom 9: War & Peace – BBC Proms – BBC

Einmal in der Royal Albert Hall zu singen warein langersehnter Traum, der nun in Erfüllung ging – und sogar noch einmal kurz an der Orgel sitzen, wer hätte das gedacht….?

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Simon war in bester Laune, denn diese Aufführung war seine 114. Aufführung des gigantischen Werkes – Respekt, Mr. Halsey!

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Und auch im Chor herrschte eine super Dynamik bei Proben und auch bei den abendlichen Ausflügen zum Pub – ein tolles Event so viele junge Sänger zusammenzubringen für großartige Musik – doch eines muss man festhalten: Bei aller Genialität dieser Sinfonie; von „Chor“ hatte der liebe Ludwig van nicht so viel „Plan“, das gute Werk ist fast „unsingbar“ – aber Spaß machst dennoch sehr 🙂

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Sehr emotional ging es dann zu bei der Probe unter der Leitung des Komponisten der Uraufführung, Erik Esenvalds – ein sehr interessanter Zeitgenosse – toll, dass wir ihn persönliche kennen lernen durften.

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Konzertreise Berlin/Leipzig und Rattle again

Einen besseren Abschied kann man sich gar nicht vorstellen – Diese Woche sind wir mit dem besten Kammerchor der Uni, University of Birmingham Singers auf Tour in Berlin und besingen neben der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche heute auch die Ev. Reformierte Kirche in Leipzig.

Ein besonderes Highlight war sicherlich die Busfahrt samt Fähre. Nicht zur Nachahmung empfohlen: 23 Stunden und 15 Minuten von Birmingham nach Berlin! Dafür wird man auf der Fähre mit dem Blick auf die Klippen von Dover sehr belohnt.

Dirigiert werden wir von einem Absolventen und früheren Studenten von Simon Halsey, Daniel Mahoney, der ebenfalls Choral Conducting studiert hat in Birmingham. Das erste Konzert in der wunderbaren Armosphäre der KWG war bestens besucht und gemeinsam mit dem Vokalsystem unter der Leitung eines weiteren Absolveten von Birmingham ein echter Erfolg. Johannes Wolff lebt in Berlin und leitet das Ensemble, welches sich mit uns gemeinsam zu einem imposanten Klangkörper entwickelte.

Neben Daniel Mahoney und Johannes Wolff waren zudem auch noch Alex und Sarah Fox beim Konzert mit dabei und natürlich mein Kommilitone David Rice und ich, sodass erstmals in der Geschichte des recht jungen Studienganges 6 Chorleitungs-Absolveten von Simon Halsey in einem Raum waren 🙂

Ein weiteres Highlight war die Hospitation bei der allerletzten Probe in der Ära Simon Rattle. Exklusiv durften wir der dreistündigen Generalprobe für sein letztes Open-Air Konzert auf der Waldbühne lauschen. Und wieder einmal war es überwältigend diesen netten, charmanten Engländer zu beobachten. Für viele Mitsänger war die anschließende Führung durch das Philharmonie-Gebäude extrem eindrücklich.

Es war mir selbst auch überhaupt nicht klar, dass 2220 Zuhörer in diesen einzigartigen Konzertsaal passen. Wir könnten es natürlich nicht lassen auf der Bühne des Kammermusiksaales noch ein kleines Ständchen mit Byrd’s „Sing joyfully“ zu geben!

Ein besonders praktisches Detail der Philharmonie-Bühne: jedes (!) der 30 Bühnenteile ist individuell höhenverstellbar mit folgendem Steuergerät:

Noch ein Konzert heute in Leipzig und dann heißt es für mich zurück nach Heidelberg vorerst! Ich freue mich nun sehr darauf wieder „heimzukommen“ zu Katharina in die Heidelberger Karl-Metz-Straße und werde dann nur noch einmal nach England zurück gehen für das allerletzte Konzert mit Beethovens 9. Sinfonie in der Royal Albert Hall, London in Juli…

Looking forward to that 🙂

Von den letzten Dingen…

Schande über mich – mehr als einen Monat habe ich hier nichts mehr von mir hören lassen. Die letzten Wochen meines Studiums waren nochmals sehr intensiv und voller reicher Erfahrungen!

Besuch von Kantor Stahl

Mein lieber Freund Roman Stahl hat sich aufgemacht aus der Schweiz und mich tatsächlich noch ein Wochenende besucht. Neben vielen kulturellen Erlebnissen in Oxford hatten wir natürlich eine fantastische Zeit. Der kleine Ableger von Cambridge ist einfach immer ein Besuch wert:

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Orgel & Violoncello mit Rebecca

Endlich ist ein bisschen mehr Ruhe und Zeit für music-making eingekehrt. Da wir keinerlei Unterricht mehr haben, sondern nur noch Konzerte, Proben, Exkursionen habe ich die Chance ergriffen mich einem langersehnten Projekt zu widmen. Das Violoncello… Aller Anfang ist schwer – aber es macht großen Spaß und wir werden sehen, ob ich in KA damit weitermachen kann.

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Vorbereitungen für Karlsruhe

Die meiste Zeit in den letzten Wochen verbrachte ich mit Vorbereitungen für das Antrittskonzert im November in der wunderschönen Christuskirche Karlsruhe. Partitur vorbereiten und lernen, Klavierauszug einrichten, viele Emails schreiben und Jahrespläne für die Chöre präparieren. Ich bin sehr gespannt auf das Konzert, bei dem wir unter anderem dieses Meisterwerk aufführen werden:

Jonathan Dove – There was a Child – Deutsche Erstaufführung. Simon hat mir seine Partitur ausgeliehen; höchst interessant!

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John Adams in Barcelona

Unverhofft kommt oft – so lautete auch das Motto einer kurzen „Bildungsreise“ in den letzten Wochen – oder nennen wir es ehrlicherweise „Kurzurlaub“. Simon hatte ein Projekt mit seinem Katalanischen Chor in Barcelona und hat uns Studenten herzlich eingeladen daran teilzuhaben. Das war ein echt bereicherndes Erlebnis! Orfeó Catalan ist ähnlich wie der CBSO-Chorus eine große Chorfamilie mit angeschlossener Singschule, einer wahnsinnig alten Tradition und sehr viel Geld. Simon leitete die Einstudierung eines wahrhaft verrückten aber total faszinierenden sinfonischen Werkes. „Harmonium“ von John Adams wurde aufgeführt. Der amerikanische und extrem sympathische Dirigent war selbst anwesend und dirigierte neben seinem „Oratorium“ auch noch eigene Orchesterwerke.

Wer noch nicht in Barcelona war muss unbedingt hin: Das ist die schönste europäische Metropole, die ich bisher besucht habe. Hier ein paar Eindrücke. Besonders imponierend war das Konzerthaus des Chores. Orfeo ist wohl der einzige Chor der Welt, der ein so prächtiges Konzerthaus besitzt. In diesem traditionsreichen Chor-Land lädt der Chor die Orchester ein und nicht umgekehrt! Beeindrucken und bei der Qualität der Sänger sehr verständlich wieso Simon 12 Wochen des Jahres in der Sonne verbringt. 120 Sänger, davon 55 Männerstimmen! Das ist unfassbar gut….

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Sagrada Famila

Nie zuvor habe ich so einen magischen Kirchenraum betreten. Wer hier schon war weiß wovon ich rede – wer noch nicht hier war, muss unbedingt herkommen. Das Lebenswerk Gaudi’s betrachten und einfach nur Staunen…

Springflut in Birmingham

Ja, das Englische Wetter ist nicht das Beste – aber eine derartige Springflut zu erleben ist schon ein besonderes Erlebnis. Alle 5 Jahre kommt es zu so einem Naturspektakel. In nur wenigen Stunden war unser kompletter Stadtteil sosehr überflutet, dass man kaum noch fahren oder gar laufen konnte.

The Dragon of Wantley – Opernproduktion

Sechs Wochen liefen unsere Vorbereitungen für die Produktion der Barockoper, The Dragon of Wantley von Johann Christoph Lampe. Sicherlich keine große Barockmusik, die der Fagottist Händels als „Parodie-Oper“ veröffentlich hat – aber ein großer Spaß. Meine Rolle war es den Chor einzustudieren und als Chorus Master dafür zu sorgen, dass die etwas „uninspirierte“ Musik Begeisterung beim Publikum auslöst. Spätestens bei unserer zweiten Aufführung am vergangen Sonntag ist dies absolut gelungen und der Funke ist regelrecht übergesprungen. Unter folgendem Link können wunderschöne Fotos der Produktion eingesehen werden.

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Für mich war es eine tolle und lehrreiche Erfahrung mal die Position des Chorus Master einzunehmen. Simon hatte mir sehr dazu geraten und ich bin dankbar dafür, dass ich diese Möglichkeit genutzte habe. Die tatsächliche musikalische Verantwortung lag bei meinem Kollegen David, der beide Aufführungen dirigiert hat.

Tag 201-222: Man(n)Singt!, Essay & John Rutter

Nach einem tollen Probenwochenende mit Man(n)Singt! und einer schönen Gottesdienstmusik bei Kantor Sikner auf dem Lindenhof bin ich nun also wieder zurückgekehrt in das kühle England. Für die sonstigen Verhältnisse war es in der letzten Woche hier richtig hochsommerlich – zwei Tage lang hatten wir Sonnenschein! Das habe ich bisher noch nie erlebt am Stück. Die Menschen rasten sofort aus wenn es hier auf einmal so „heiß“ ist (wir sprechen also von mehr als 15 Grad 🙂

Ich habe den Frühlingsgefühlen auch freien Lauf gelassen und einen einen wunderbaren Grill gekauft für unseren Garten. Dieser kommt nun hoffentlich noch ein paar mal zum Einsatz im ‚Sommer‘.

Ansonsten stehen jetzt die letzen schriftlichen Hausarbeiten an: Für unser Abschlusskonzert gilt es noch einen 3000 Wörter-Aufsatz einzureichen mit Analyse der Stücke und Gedanken zum Programm. Für Arts Management gibt es noch 3 Deadlines in den kommenden Wochen und und und… Es wird mir also noch nicht langweilig, keine Sorge…

Willkommene Abwechslung war heute der Open Singing Day mit John Rutter in Preston (nördlich von Manchester).  Ich wollte ihn unbedingt einmal persönlich kennen lernen und bin sehr angetan. Der gute Mann ist ja auch schon 72 und springt noch immer munter auf der Bühne herum und ist sehr charmant… Über die Musik kann man sicher streiten, mehr als einen halben Tage ist schon grenzwertig…

 

Liebe Grüße aus Birmingham (der Stadt mit dem längsten Kanalsystem überhaupt!!!)

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Tag 200: Parsifal in Berlin – Simon Rattle, Simon Halsey und die Berliner Philharmoniker

Zu Beginn der Ferien gab uns Simon (Halsey) eine Liste mit all seinen Terminen ‚all over the world‘ in den kommenden Monaten mit der herzlichen Einladung ihm als seine ‚Jünger‘ nachzufolgen. Seine Einladung zu Proben und Konzert nach Berlin zu kommen konnte ich natürlich nicht widerstehen. Gemeinsam mit meinem Freund und Man(n)Singt!-Mitsänger, Manuel, machte ich mich also auf nach Berlin um zwei Tage den Proben des Rundfunkchors zu lauschen und dann die Generalprobe in der Berliner Philharmonie zu erleben mit Simon Rattle. Man muss schon sagen, dass die beiden Simon 1+2 ein absolut einzigartiges Team sind. Sie kennen sich seit Jahrzehnten, sind gut befreundet und haben in der Ära Rattle in Birmingham gemeinsam die Arbeit des  CBSO geprägt. Die Einstudierungen mit dem Rundfunkchor liefen selbstverständlich reibungslos und da sich Rattle 50 Männer (!) für den Chor gewünscht hatte war der Klang auch entsprechend mächtig!

Berlin ist immer eine Reise wert – und man(n) trifft ja auch immer wieder auf überraschende Begegnungen – so haben wir auch noch unseren Chorus Manger Gavin von der Uni in Berlin zufällig getroffen… Die Welt ist klein

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Tag 168-200: Easter break / 3. Term

Liebes Tagebuch… äää… liebe Blog-Leser,

viel zu lange habe ich es nicht mehr geschafft über aktuelle Geschehnisse zu informieren. Heute soll es wieder einmal soweit sein; es gibt nämlich einiges zu berichten aus den vergangen Wochen.

Seit mehr als 200 Tagen weile ich jetzt (mehr oder weniger) permanent auf der Insel und so langsam empfinde ich das „englische Wetter“ als wahre Herausforderung. Weniger kleidungstechnisch als vielmehr psychisch. In den Osterferien haben Katharina und ich uns aufgemacht zu einer 5-tägigen Wales-Rundfahrt – das war großartig! Mit verhältnismäßig gutem Wetter und einem Mietwagen waren wir bestens ausgestattet um die Reise in das „Land der Schafe“ (wie die Engländer sagen) anzutreten.

Nachdem wir meine Mutter, die sich mein Abschluss-Recital angehört hat, zum Bahnhof nach London gefahren hatten und verabschiedet hatten, konnten wir natürlich nicht der touristischen Sensation „STONEHENGE“ widerstehen.

 

 

Stonehenge ist tatsächlich überhaupt nicht sehenswert – aber wohl einer der Orte, an denen man einmal in seinem Leben (das reicht völlig aus) gewesen sein muss!

Die Reise führte uns weiter in die äußerst sehenswerte historische Stadt, Bath, which has a marvelous cathedral with a stunning roof:

 

Am späten Abend haben wir dann tatsächlich noch die Hauptstadt von Wales erreicht und verbrachten zwei wunderbare Tage in Cardiff. Neben dem schönen Hafen gibt es auch ein tolles Castle zu entdecken.

 

Die Engländer haben zwar kein eigenes gutes Bier – aber im Import sind sie wahre Helden. Beim Anblick dieser lokalen Perle kamen wahre „Heimatgefühle“ auf. Gekauft hab ich die 0,33l-Flasche für 2,50 Pfund jedoch nicht…

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Unsere Tour führte uns dann weiter entlang der Küste nach St. Davids, dem westlichsten Teil Wales, direkt am Meer – wunderschön hier!

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Auf die Reiseempfehlung unseres Chor-Managers Gavin hin haben wir dann tatsächlich noch eine fantastische Kathedrale erblicken dürfen. Ganz schön gewaltig mitten im nirgendwo – wie sooft im atemberaubenden Wales:

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Entlang der Westküste haben wir uns dann den Weg gebahnt über schmale Landstraßen hin in den Snowdonia National Park. Einer der großen Nationalparks in Wales, mit unglaubliche reizvoller Natur, und Dampfloks… Auf dem Snowdon war dann auch tatsächlich noch Winter und wir waren froh um unsere festen Schuhe!

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Pünktlich zu Ostern waren wir dann wieder in der Heimat und ich konnte sogar noch ein (hoffentlich nicht letztes) Mal als Solist im Speyrer Dom singen bei der Karfreitags-Liturgie. Wales lohnt sich absolut – I can really recommend!

 

Neuigkeiten: Von Birmingham nach Karlsruhe!

Das zweite Trimester endete offiziell am vergangenen Freitag und es gibt viel zu berichten; allen voran über meine berufliche Zukunft.

In den vergangenen Wochen hatte die Bewerbung auf die Kantorenstelle an der wunderschönen Christuskirche Karlsruhe oberste Priorität – wie ich heute hier fröhlich verkünden darf, es hat sich gelohnt!

Zum 1. September werde ich Kantor in Karlsruhe und mich neben der exzellenten Klais-Orgel besonders um die herausragende Chorarbeit an der Christuskirche kümmern – Oratorienchor, Kammerchor und Mädchenkonzertchor von Cantus Juvenum gehören zu meinen Aufgaben. Auf diese neuen Herausforderungen freue ich mich sehr.

Für das Antrittskonzert am 11. November habe ich bereits große Pläne und bringe wunderbare Musik von Jonathan Dove aus England mit. Wie wir vergangene Woche vom  Peters-Verlag erfahren haben werden wir mit dem Oratorium „There was a Child“ die deutsche Erstaufführung begehen. Diesen Termin gleich im Kalender vermerken:

Sonntag, 11. November 2018,  18.00 Uhr | Christuskirche Karlsruhe

Deutsche Erstaufführung

Jonathan Dove (*1959)

There was a Child

Oratorium für Solisten, Chor, Kinderchor und Orchester (2009)

Sarah Wegener, Sopran | Daniel Schreiber, Tenor

Nachwuchs- und Konzertchor Mädchen, Cantus Juvenum

Kammerchor der Christuskirche | Oratorienchor Karlsruhe an der Christuskirche

Kammerphilharmonie Karlsruhe

Peter Gortner, Leitung

 

Wer in der Nähe wohnt sei auch herzlich zum Mitsingen im Oratorienchor eingeladen. Zwei „Offene Proben“ für Neueinsteiger am Mittwoch, 4. und 11. Juli bieten den perfekten Neueinstieg in ein spannendes Projekt mit fantastischer Musik.

 

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Parallel zur Bewerbung liefen die Vorbereitungen für meine Abschlussprüfung Dirigieren auf Hochtouren und mündeten in ein sehr bewegendes Konzert am vergangenen Donnerstag, 22. März in der Elgar Concert Hall.

Die 40 Sänger „unseres“ Kammerchores University Camerata haben jeweils 3 mal 30 Minuten a capella Chormusik zum Besten gegeben und großartiges geleistet – Vielen Dank dafür! David, Augustina und ich sind sichtlich erleichtert.

Mein Konzertprogramm bestand aus:

Johannes Brahms – Warum ist das Licht gegeben (1. Satz)

Eriks Esenvalds – Stars

György Orbán – Daemon irrepit callidus

Heinrich Lang – Der Friede Gottes

Thomas Tallis – When David heard

Herbert Howells – Requiem aeternam (5. Satz)

Johannes Brahms – Warum ist das Licht gegeben (4. Satz, Choral)

Tag 154-167: Besuch aus Deutschland, Schneechaos und das Deutsche Requiem

Lange geplant und dann tatsächlich auch durchgeführt – der Besuch von Felix und Thomas letzte Woche war eine wahre Wonne und wir hatten ein paar sehr schöne Tage inmitten des nochmals einsetzenden Winters. Bei eisigen Temperaturen war zunächst noch alles gut – doch bald war (mal wieder) klar: „English popele can’t deal with the snow!“ Es begann mit nur wenigen Zentimetern Schnee und Temperaturen leicht unter dem Gefrierpunkt und endete mit abgesagten Flügen, einem völlig zusammenstürzenden Zugverkehr und kaum noch Autos, die den Berg hinauf fahren können. Winterreifen hält man übrigens hier auf der Insel für völlig unnötig 🙂

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Thomas, Felix und ich haben einen verschneiten Ausflug nach Coventry gemacht und dort ausgiebig die neue Kathedrale und die Überreste der „alten“ Kathedrale besichtigt. Ein absolutes muss für England-Touristen, wie ich finde. Hier kann man neben der Original-Partitur von Benjamin Brittens „War Requiem“ auch hautnah die Auswirkungen des Weltkrieges spüren und auf eindrucksvolle Weise den deutschen Bombenhagel nachempfinden. IMG_2681.jpeg

 

Im Evensong waren wir natürlich auch noch – hier wird im Sommer aller Voraussicht nach auch Man(n)Singt! stehen:

 

 

Obwohl die Engländer gelassen mit dem Schnee-Chaos umgingen, für Felix und Thomas war es eine ganz schöne Katastrophe, denn ihr Flug musste (so wie sämtliche Flüge nach „Europa“) gecancelt werden und es gab keine Chance als eine weiter Nacht im Hotel! Trotzdem wirklich schön, dass ihr hier ward – das werden wir nicht so schnell vergessen…

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Neben den Vorbereitungen für die Abschlussprüfung am 22. März stehen noch ziemlich viele Konzerte an. Wie im vergangenen Term auch kulminieren sämtliche Ensembles und Chöre in Semesterabschlusskonzerten in den kommenden Tagen.

Auch beim CBSO war es am vergangenen Sonntag soweit. Eine ziemlich verrückte Idee von Simon, ein Mitsingkonzert (Singalong) mit einem der besten Stücke der Musikgeschichte, dem Deutschen Requiem von Johannes Brahms. Zugegebenermaßen war ich sehr skeptisch, ob man ein solches Monumentalwerk „benutzen“ sollte für einen netten Nachmittag in der Symphony Hall. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Simon war in absoluter Höchstform und formte im Handumdrehen aus dem wilden Haufen von 850 Sängern (!) einen absolut hörenswerten und beeindruckenden Klangkörper.

Wie die Jungfrau zum Kind kam ich dann auch noch in das Vergnügen mit Simon gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Er fraget mich kurz zuvor, ob ich mir vorstellen könnte als Sprachcoach mit ihm „on stage“ zu gehen und ein bisschen zu helfen mit „dem Aussprache“ – and yes, of course – I loved my job 🙂 Und so kam es also, dass ich wohl zum ersten und letzten Mal gemeinsam mit Simon Halsey vor 850 Sängern in der Symphony Hall auf der Bühne stehen durfte und den wunderbaren Text des Requiem skandieren durfte. Toll!


Und dann war da auch wieder eine der üblichen Deadlines diese Woche… Diesmal durften es nur 1000 Wörter sein und zwar für den Einführungstext zu meinem Abschlusskonzert mit dem Kammerchor am 22. März. Möglichst verständlich dem Zuhörer sein Konzept und die darzubietende Musik nahe bringen. Ich bin gespannt, ob mein Konzept in wenigen Tagen aufgeht und das Konzert so gut wirkt, wie ich das am Schreibtisch geplant habe. Wer gerne mehr wissen möchte über mein Konzertprogramm „O Fortuna“, darf hier schon gerne vorab lesen – oder einfach in personam kommen – 22. März – 18:00 Uhr – Elgar Concert Hall – University of Birmingham.

Microsoft Word – Recital major project – short version – O fortuna (Peter Gortner).docx


Nach vielen Wochen hier auf der Insel durften Katharina und ich am vergangenen Wochenende nun endlich einmal die „authentische“ englische Küche privat erleben. Ben und Rebecca haben uns zu einem sehr englischen Dinner nun doch davon überzeugt, dass die englische Küche sehr gut sein kann – ich musste aber zugegebenermaßen lange danach suchen 🙂

Vielen Dank für einen wunderbaren Abend in vier Gängen

Vorspeise: Homemade Fishburger with salads, Hauptgang: Slow-cooked beef, Dessert: Toffe-something (don’t know the name) very sweet and delicious, und Käseplatte … Mmm