Konzert in Coventry mit The Sixteen

Freitagabend, die berühmte Kathedrale zu Coventry, die von den Deutschen 1940 fast vollständig zerbombt wurde, eines der renommiertesten Vokalensembles des Landes und doch ein recht bescheidener Zuschauerkreis.

Beeindruckende Klangschönheit lieferten die 18 Sängerinnen und Sänger bei dem Konzert mit Musik von Palestrina und Poulenc.

Ein bisschen was zur Geschichte der Kathedrale:

Am 14. November 1940 wurde die Kathedrale bei einem Bombenangriff der deutschen Luftwaffe fast vollständig zerstört. Nur der Kirchturm und die äußeren Wände blieben erhalten. Bis heute sind diese Ruinen ein gottesdienstlich genutzter Ort.

In den Unterbau der Ruine bauten Freiwillige der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste 1961 eine internationale Begegnungsstätte der Versöhnung.

Bei den Aufräumungsarbeiten nach dem Luftangriff ließ Richard Howard, der damalige Propst von Coventry, aus zwei der verbrannten Dachbalken der Ruine ein einfaches Holzkreuz anfertigen. Dieses Holzkreuz ist in der neuen Kathedrale zu sehen; ein Duplikat ist im Altarraum der Ruine der alten Kathedrale angebracht.

Ein weiteres, kleineres Kreuz wurde aus drei Zimmermannsnägeln der alten Kathedrale zusammengesetzt und befindet sich heute im Neubau der Kathedrale. Das Nagelkreuz von Coventry wurde zum Symbol der ökumenischen Nagelkreuzbewegung, die in Coventry ihren Ausgang nahm und der heute weltweit über 160 Orte mit Gebetsgemeinschaften angehören. Als Zeichen der Verbundenheit mit dem Gedanken der Versöhnung erhält jeder Ort der weltweiten Gemeinschaft ein Nagelkreuz, das wie das originale Kreuz aus drei Nägeln besteht.

Katharina zu Besuch

Dank der Herbstferien ist Katha die nächsten 10 Tage bei mir zu Besuch. Ich habe eine kleine

Überraschungs-Abholung am Flughafen gemacht bevor wir dann die Wiedersehensfreude mit ein paar anderen Musikstudenten in einem tollen Pub begossen haben – hier gibt es 350 (!) verschiedene Biere aus aller Welt und etliche gute deutsche Biere. Eine willkommene Abwechslung zu dem, was sie Engländer „Bier“ nennen

Klais-Orgel Symphony Hall Birmingham

Für die Orgelfreunde hier ein paar Eindrücke der großen Klais-Orgel in der Symphony Hall. Klanglich kann ich noch nicht so viel sagen; sieht aber brauchbar aus. Im November gibt es eine große Orgel-Gala mit Orchester und Orgel; da gehe ich natürlich hin.

Imposant vor dem 32´zu stehen…

Birmingham/GB, Symphony Hall

2002, IV/82, mech./elektr. + 2. elektr. Spieltisch

I. POSITIV

C-c4

Quintadena 16′
Praestant 8′
Voce umana (ab c0) 8′
Gedackt 8′
Principal 4′
Koppelflöte 4′
Nasat 2 2/3′
Octave 2′
Terzflöte 1 3/5′
Sifflöte 1 1/3′
Scharff V 1 1/3′
Dulzian 16′
Trompette 8′
Cromorne 8′
Tremulant

II. GREAT

C-c4

Praestant 16′
Principal 8′
Flaut major 8′
Gambe 8′
Bordun 8′
Quinte 5 1/3′
Octave 4′
Nachthorn 4′
Terz 3 1/5′
Quinte 2 2/3′
Superoctave 2′
Mixtur V 2′
Cymbel III 1′
Cornet V 8′
Trompete 16′
Trompete 8′
Clairon 4′

III. SWELL

C-c4

Bourdon 16′
Flûte harmonique 8′
Gamba 8′
Voix céleste 8′
Rohrflöte 8′
Principal 4′
Flûte octaviante 4′
Nasard 2 2/3′
Octavin 2′
Tierce 1 3/5′
Sifflet 1′
Plein jeu V 2′
Basson 16′
Trompette harmonique 8′
Hautbois 8′
Voix humaine 8′
Clairon harmonique 4′
Tremulant

IV. SOLO

C-c4

Traversflöte 8′
Cor de nuit 8′
Salicional 8′
Céleste 8′
Viola 4′
Rohrflöte 4′
Waldflöte 2′
Baryton 16′
Clarinette 8′
Tremulant

CHAMADEN

C-c4

Trompette en chamade 8′
Trompette en chamade 4′

ECHO

C-c4

Encl. in right reverb chamber:
Unda maris I-II 8′
Trombone 16′
Trumpet 8′
French Horn 8′
Encl. in left reverb chamber:
Tuba 8′
Cor anglais 8′
Tuba clarion 4′

PEDAL

C-g1

Openflute 32′
Untersatz 32′
Principal 16′
Violon 16′
Subbass 16′
Octave 8′
Cello 8′
Gedackt 8′
Superoctave 4′
Hohlflöte 4′
Mixtur IV 2 2/3′
Contrabombarde 32′
Bombarde 16′
Fagott 16′
Trompete 8′
Clairon 4′

KOPPELN/COUPLERS

I – II
III – II
IV – II
Chamade – II
Right Echo – II
III – I
IV – I
Chamade – I
Left Echo – I
IV – III
Chamade – IV
Sub in Chamade
I – P
II – P
III – P
IV – P
Chamade – P

Tag 35-38: Verdi’s Requiem

Diese Woche stand völlig im Zeichen der Messa da Requiem (auch „Verdi-Requiem“ genannt). Montag erste Klavier-Probe mit dem Gastdirigenten, Dienstag Orchesterprobe in der Symphony-Hall und dann am Mittwoch Generalprobe und ausverkaufte (!) Aufführung des fulminanten Requiems!

Mit Ed Gardner hatten wir einen sehr renommierten und wahnsinnig akkuraten Dirigenten, der uns im „Handumdrehen“ durch die 85-minütige kraftvolle Musik geführt hat. Seine Bewegungen sind sehr exakt und passten hervorragende zum Ausdruck der Musik – ein echter „Hingucker“ (nicht nur für Frauen), der Ed 🙂

Für mich war es ein großartiges Erlebnis mit 26 Tenören, 33 Bässen, 34 Alti, und 49 Soprani die packende Musik mit hochprofessioneller Unterstützung des CBSO zu performen! War ich bisher kein Fan des Verdi-Requiem, so sind die vergangenen Wochen doch ein Schlüsselerlebnis gewesen. Zwei Wochen haben wir das Werk neben den Proben mit dem CBSO Chorus auch intensiv im Dirigierunterricht behandelt – und Virengewann packet einem dann doch die Wucht des „Dies Irae“ und die großangelegte Schlussfuge…

Ich hatte einfach in Deutschland noch keine zufriedenstellende Aufführung gehört – denn oft sind die Solisten schwer zu finden für diesen höchst anspruchsvollen Part. Zwei der vier Soli mussten ausgetauscht werden gestern, eine wegen Doppelbuchung und einer wegen Unfall. Nun es war ein Glücksgriff; wir hatten dadurch einen hervorragenden Tenor-Solisten! Auch die beiden Damen waren spitze und der eingeflogene Bass aus Griechenland… naja…

Alles in Allem wirklich ein tolles Erlebnis – wer die Geschichte der Komposition nicht kennt, sollte mal ein bisschen lesen…. spannende Sache…

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Tag 33/34 – Young conductors Day – Gottesdienst der Deutschsprachigen Gemeinde in England

Am Samstag hatten wir einen ganztägigen Dirigierkurs mit unserem Kammerchor „Camerata“. Unter der Leitung von Julian Wilkins und Sara Tenant-Flowers haben sich 11 junge Dirigenten einen Tag lang mit Chormusik aus allen Jahrhunderten beschäftigt. Insgesamt ein sehr inspirierender Kurs!

Heute morgen hatte ich auch endlich meinen ersten Orgeldienst – ja, das fehlt mir nun doch nach einigen Wochen Gottesdienst-Pause! Die Organistin von der Kirche, in der ich übe hat mich gefragt ob ich einspringen könnte. Ja, dachte ich, super Sache! Der Reformations-Gottesdienst der deutschsprachigen englischen Gemeinde von Birmingham/Coventry fand in der kleinen Kirche der Methodisten statt, die diese aufgrund schwindender Mitgliederzahlen auch nur noch alle zwei Wochen nutzen. Der Pfarrer, Albrecht, ist zugleich „Oberhaupt“ dieser sehr kleinen EKD-Auslandskirche. Er wird zwar von der EKD entsandt aber bezahlen müssen ihn die einzelnen Gemeinden hier vor Ort. Albrecht holte mich um 9:30 Uhr vor der Haustür ab, dann habe ich vor Ort die E-Orgel inspiziert (natürlich wie erwartet katastrophal) und dann wurde ich von jedem der zwanzig Gottesdienstbesucher nach und nach persönlich begrüßt. Hier kennt der Pastor seine Schäfchen 🙂 Der Gottesdienst war zweisprachig mit einer englischen „Predigt“ des Methodisten-Pfarrers und einer Predigt des deutschen Pfarrers… Interessant was man so alles über die Reformation denken kann… naja, danach gab es jedenfalls Kaffe und selbstgebackenen Kuchen der Omis – das war spitze – und ich wurde auch wieder nach Hause gefahren.

Den Rest des Nachmittages habe ich mit der Man(n)Singt!-CD zugebracht. Der erste Schnitt von Tonmeister Gerhard ist fertig und es geht nun darum genau hinzuhören und ggf. noch Änderungswünsche einzubringen. Ich darf schon so viel verraten: Es wird eine lohnenswerte Anschaffung – und in jedem Falle ein super Weihnachtsgeschenk; denn der offizielle Verkaufsstart ist der 1. Dezember! Wer bis dahin eine CD bestellt, erhält sie sogar kostenfrei zugesandt. (Danach Versand 2€) Also, ein bisschen Werbung in eigener Sache. Die CD kann auch bei unseren Jubiläumskonzerten am 21. Dezember in Schifferstadt und am 22. Dezember in Wallhalben erworben werden.

Bestellungen bitte an folgende Adresse: bestellung@mannsingt.eu

Informationen zu Zahlung und Versand hier: Man(n) Singt! CD- Bestellung


Heute Abend war dann noch einige Score-Preparation für Herbert Howells‘ Requiem dran. Dieses werden wir morgen in unserem Seminar Score Preparation Analysis Aural Skills (kurz SPAAS) durchnehmen. Wer das Werk für acapella Doppelchor nicht kennt, sollte mal hier reinhören. Ansonsten jagen mich die ersten schriftlichen Essays… Die erste Deadline ist in vier Wochen für einen Aufsatz mit 4000 Wörtern über die Musikalische Englische Renaissance im späten 19. Jahrhundert…

Tag 28 bis 32 – Der erste Monat verging wie im Flug

Heute bekam ich eine automatisierte Mail von WordPress. Mir wurde zum einmonatigen Blog-Jubiläum gratuliert! Na dann, alles Gute!

Eine vollgepackte Woche mit vielen Erlebnissen und tollen Unterrichtsinhalten liegt hinter mir und glücklicherweise war heute der Freitag – wie beim Sams – Frei 🙂

Die Chorproben mit „unserem“ Kammerchor Camerata gehen sehr gut voran. Die Brahms-Motette läuft bereits sehr gut tonlich, dafür ist aber textlich noch sehr viel zu arbeiten. Natürlich sind die vielen Umlaute „ü,ä“ sehr sehr schwer und das geschlossene „e“ wird uns noch lange beschäftigen.

Vier Wochen sind schon vorbei und die erste Bilanz ist äußerst positiv: ich werde hier sehr viele neue Eindrücke mitnehmen und bereichert zurückkehren.

Morgen haben wir einen Dirigierkurs ganztägig – ich werde die abgefahrene Motette „Daemon“ von Orban dirigieren – Tolles Stück! Und das Chorstück mit den Weingläsern 🙂 Stars von Erik Esenvald – wer die Stücke nicht kennt sollte mal folgenden Link betätigen:

Tag 27 – Ely Cathedral und Cambridge

Völlig untypisch für diese Jahreszeit – bei knapp 20 Grad haben wir heute einen traumhaften Trip von Birmingham nach Ely und dann in die großartige Altstadt von Cambridge gemacht.

Ely Cathedral – eine riesige Kathedrale mitten im Nirgendwo:

Auch hier war heute Erntedank – und das hat sich nicht nur in der feierlichen Musik geäußert sondern auch der Traktor durfte hier zum harvest einfahren 🙂

Und dann Cambridge – da kommt man aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Ich würde mal sagen, das ist das „Heidelberg Englands“ aber so eine wunderschöne Altstadt habe ich noch nie gesehen! Kommt selbst und schaut. Es sei euch allen der Evensong beim Trinity College empfohlen, denn da singt unser Man(n)Singt!-Florian zweiten Bass – das ist extrem hochwertig was die hier machen!

Man(n)Singt wird hier auch bald singen, in der Hauptkirche St Mary the Great (am 5.08.2018)

So jetzt aber ab ins Bett – Morgen gehts früh los… und wer einmal die Chance hat unbedingt Cambridge anschauen!!!!

Tag 26 – Score preparation / Reformationskonzert mit Bach

English Breakfast at Home und dann ab ab den Schreibtisch. Für die kommende Woche müssen zwei Artikel für die Programmhefte fertiggestellt werden (uf Englisch, gell!) Danke an Katha für’s Korrekturlesen!

Eine wahre Neuentdeckung sind die Kompositonen von Granville Bantock. Drück mal auf den Link um mehr zu erfahren 🙂

Zudem müssen die drei Stücke für Montag gut vorbereitet werden. Score preparation and Analye werden und dann drei Stunden beschäftigen. Julian hat und eine sehr sinnvolle Handreichung gegeben zu diesem Thema mit dem man Unbekannte Stücke „kennen lernen soll“. In erster Linie ermutigt er uns unser inneres Ohr mehr zu trainieren und sich den neuen Stücken ganz ohne Instrument zu näheren. Ja klar, das wissen wir alle, dass das die beste Herangehensweise ist um sich nicht sofort von den hochwertigen Überall erhältlichen Audio-Aufnahmen eine Interpretation überstülpen lassen will.

Aber: Wann hat man denn mal die Möglichkeit im Kirchenmusikstudium sich so intensiv mit Musik zu beschäftigen. In den verhangnen Jahren war die Score preparation aus Zeitgründen doch in erster Linie auf Partiturspiel und harmonischer Analyse aus! Das ändert sich jetzt 🙂

Und dann nach einem harten Arbeitstag kann es doch nichts schöneres geben als den Tag mit einem Konzert in der Symphony Hall ausklingen zu lassen. Auch hierzulande Gedenken alle auch musikalisch der Reformation und so kam es zu folgende wunderbaren Konzertprogramm mit einem der führenden Ensembles für alte Musik hier, Ex Cathedra:

Kantate BWV 80 „Ein feste Burg“

Kantate BWV 4 „Christ lag in Todesbanden“

Orchester-Suite BWV 1069 D-Dur (mit dem wunderbaren 2. Satz…)

Magnificat in D-Dur BWV 234

Das war spitze musiziert vom Chor, lediglich in der historischen Aufführungspraxis gab es etliche klangliche Kompromisse (moderne Posaunen aber ein Zink, etc…) was der Sache aber keinen Abbruch tat. Sehr witzig nach drei Wochen voller englischer Hymnen und Elgar und Parry einmal wieder Bach in Reinform zu hören – und dann gleich zwei Stunden…. interessante Beobachtung – bisschen komplizierter vielleicht auch für den Zuhörer hab ich mir gedacht 🙂 aber große Klasse!

Tag 25 – Stratford

Nach sehr interessanter Vorlesung in Historischer Aufführungspraxis, Schwimmbad, Mittagsschlaf und einer Runde Orgel üben in St Marys haben wir einen Kurztrip nach Stratford-upon-Avon gemacht.

Stratford-upon-Avon [ˌstrætfərd əˌpɒn ˈeɪvən] ist eine Stadt in der englischenGrafschaftWarwickshire. Der nahe Birmingham gelegene Ort zählt rund 23.700 Einwohner (2001) und ist der Verwaltungssitz des ähnlich lautenden Distrikts Stratford-on-Avon. Stratford ist vor allem als Geburts- und Sterbeort von William Shakespeare berühmt. Neben einigen Industrien, wie zum Beispiel Aluminiumverarbeitung und Bootsbau, ist die Stadt vor allem ein bedeutendes

Touristenzentrum.

Nach einem langen Tag und zahlreichen Kilometern auf dem „Buckel“ endlich eine echtes deutsches Bier aus der Heimat – Danke für den Heimservice, Ungel!

Denk global, trink Lokal:

Tag 22 – Masterclass mit Simon Carrington

Ein sehr bereichernder Meisterkurs in zwei Teilen ist Teil unseres Musterstudiums hier. Teil 1 war am vergangenen Dienstag. Jeder von uns hatte ein Stück vorbereitet und Simon Carrington hat sehr viele dirigistische und musikalische Impulse gegeben. Ich habe mich für die wunderbare Brahms-Motette „Warum ist das Licht gegeben“ entschieden, die ich März auch in meiner Abschlussprüfung dirigieren werde. Selbstverständlich hat er die Motette viele Male selbst aufgeführt und wusste ziemlich genau bescheid. Ich bin gespannt auf Teil 2 des Kurses, denn die Zeit war schnell vorbei.

Wie sämtliche Veranstaltungen hier, in denen wir dirigentisch etwas tuen wurde auch die Meisterklasse gefilmt und dann für uns über youtube zugänglich gemacht. Das ist wirklich eine ganz besonders wirksame Medizin, wenn man sich alle seine Angewohnheiten – nochmal im „Zeitraffer“ anschauen kann daheim und dann denkt: Nein, das kann doch nicht wahr sein – sieht ja schlimm aus 🙂

Unser dreistündiger Dirigierunterricht am Mittwoch war diese Woche mit Julian, da Simon in Barcelona ist. Zwölf Wochen im Jahr ist Simon dort der Chefdirigent des Palau de la Musical – Orfeo Catalan . Ein spannendes Projekt, lohnenswert dem Link zu folgen! Simon hat bereits versprochen, dass er an allen folgenden Mittwochen aber hier sein wird um uns zu unterrichten! Auch die Chorproben, die wir halten werden alle gefilmt und dann auch in Gruppenunterricht ausgewertet. Das ist sehr, sehr sinnvoll.

Zudem beginnen diese Woche auch unsere 1-2-1 Gespräche. Das sind beratende Einzelsitzungen mit den drei Professoren. Jeder Student hat zwei mal eine ganze Stunde Einzelgespräch mit jedem der drei Professoren. Ein toller Luxus. Hier soll es um dirigistische Fragen und Probleme aber auch um Karriere-Beratung etc. gehen. Spannend!?

Tag 21/22/23/24 – Eine Intensive Woche mit 2 neuen Chören

Ganz schön was los hier auf der Insel… Und ja, ich hätte es auch nicht geglaubt, aber unser wöchentlicher Stundenplan wurden diese Woche nochmals um zwei Chöre ergänzt. Ich fass nochmals zusammen:

Montags: University Camerata, „unser Chor“ in Eigenverantwortung und im Anschluss daran der Elite-Kammerchor Birmingham University Singers unter der Leitung von Prof. Carrington

Dienstag: University Chorus, indem jeder Interessierte singen darf ohne Vorsingen unter der Leitung von Julian Wilkins, hier machen wir Warm-Ups, Registerproben und Vertretungen

Mittwoch: CBSO Chorus unter der Leitung von Simon Halsey, da machen wir nur die Warm-ups und singen sonst mit

Donnerstag: Ist ab heute der „Community-Tag“. In der Mittagspause singen wir mit ca 40 begeisterten Uniangehörigen im „Staff-Chorus“ einfache und unterhaltsame Kanons, oder leichte mehrstimmige Stücke und machen einfach ein bisschen „Unterhaltung“ für die Mittagspause. Das war heute sehr cool, ich habe mal wieder den Calypso-Kanon benutzt und die etwa 35 Frauen und 5 Männer in Schwung zu kriegen 🙂

Neu hinzu kommt nun noch der CBSO SO Vocal. SO steht für den Stadtteil Selly Oak, indem ich auch selbst wohne. Das ist ein ganz tolles Chorprojekt. Im größten Community Choir des Landes versammeln sich hier begeisterte Menschen ohne große Vorkenntnisse und ohne Vorsingen um einfach Spaß am Singen zu haben. Klasse Sache und die Dirigentin, Ula Weber, macht das ganz hervorragend. Auch hier gibt es einen „Choral Manager“, der sich um alle organisatorischen Belange kümmert und einen professionellen Korrepetitor am Klavier – das ist einfach spitze! Simon Halsey legt wert darauf, dass wir auch den ganz normalen Bodenkontakt zu Dorf-Chören halten und sehen, wie man dort arbeitet.

Es is also wie dahäm do in de Singschdunn halt  – gell schä vorsinge und donn singe die ach schä hinna her!

Spaß beiseite – ich hätte nicht damit gerechnet, dass dieser Chor 140 Sängerinnen und Sänger und sogar recht viele Männerstimmen anzieht und das war ein beeindruckendes Klangerlebnis. Die Literatur ist natürlich sehr einfach gehalten und ist eher im Bereich der contemporary Popmusik ansässig – aber egal – es kommen super viele Leute und stehen allesamt beim Weihnachtskonzert des CBSO mit dem großen Orchester in der Symphony Hall auf der Bühne und machen gemeinsam Musik! Einfach spitze!

Wer also richtig aufgepasst hat:

6 Chorproben wöchentlich ist ab heute der Normalfall es gibt natürlich auch Sonderproben und an vielen Wochenende Probentage und Generalproben, etc 🙂

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