Tag 116-125: Essay, Essay, Essay

Ja, tatsächlich drei „deadlines“ für Schriftliche Hausarbeiten habe ich im Januar. Für einen Musikstudenten sehr ungewöhnlich und ganz schön harte Kost, wenn dann auch noch in Englisch zu verfassen! Ein großer Segen, dass meine liebe Katharina mir so tüchtig hilft und meine vielen Fehlrechen korrigiert. Sie meint übrigens, mein written English hätte sich deutlich verbessert…. Verstehen tue ich eigentlich fast immer alles, es sei den die Einheimischen in Bus & Bahn – Birmingham hat nämlich einen sehr besonderen Akzent. Ein guter Freund aus Heidelberg (Nikolaus) hat mich diese Woche übrigens auf die in Birmingham spielende Serie „Peaky Blinders“ aufmerksam gemacht. Diese sehr sehenswert Serie spielt im Birmingham der 1920er Jahre und ist voll mit echtem „Brum“-acceent.

Essay Nr. 1 war in Arts Management, ein eher nerviges Seminar indem es um Kalkulationen für Konzertveranstaltung geht – und um die Darstellung von wunderschönen, bunten Powerpoints unserer Dozentin…

Essay Nr. 2 war hoch interessant und soeben fertiggestellt. Essay 1 – Performance Practice (1813019), könnt ihr die Datei downloaden, falls ihr schon immer einmal wissen wolltet, wieso es eigentlich verschiedene Stimmtonhöhen gibt – und warum eigentlich auf a =440 Hz musiziert wird, bzw. auf a = 415 bei Bach (?) und a = 430 für Haydn und die Klassik.

Essay Nr. 3 wird nochmals in dem durchaus spannenden aber sehr zeitintensiven Seminar „British music studies“ sein. Hierfür ist die Deadline genau heute in zwei Wochen. Also vorwärts und wieder an den Schreibtisch.

Im Dirigieren steht diese Woche Brahms Requiem an, worauf ich mich persönlich sehr freue. Besonders spannend, da wir mit Simon Halsey demnächst auch ein Sing-Along mit dem Brahms machen – Man(n) darf gespannt sein 🙂

Zudem hatten wir heute eine Generalprobe für ein spannendes Projekt. Im Januar werden immer sämtliche Chöre mit Vorsingen der Uni (also Camerata, Women Choir, and BUS) zusammengewürfelt und mit den etwa 150 Sängern wird dann ein hochkarätiges Konzert gemeinsam mit dem CBSO in der Symphony Hall gegeben. Dieses Mal ist Bernstein-Festival und wir performen einen ganzen Abend best-of Leonhard Bernstein; ein großes Fest. Einen kleinen Eindruck von dem riesigen Orchester, dem Tollen Chor und den hervorragenden Solisten hier. Wir musizieren zwar nicht in der Royal Albert Hall wie in dem Video, aber wir haben den gleichen Dirigent – sehr witziger Typ – der Tourt durch die ganze Welt und macht das Programm überall… Mein Favorit ist Mr. Kruppke aus der Westside-Story, Video 2!

Symphony Hall ist aber auch ganz gut 🙂

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Tag 115: Neue Homepage

Liebe Blog-Leser,

unter dem gewohnten Link www.petergortner.de erwartet Euch seit heute nicht nur mein England-Blog, sondern auch meine brandneue Homepage mit vielen Infos zu meinen verschiedenen Projekten und Tätigkeiten. Die Homepage ist derzeit noch im Aufbau und wird in den kommenden Monaten stets weiterentwickelt. Ich freue mich über Anregungen und Kritik gleichermaßen! Beim Öffnen der Homepage, sollte ein Button erscheinen (automatisch). Auf diesem Button könnt ihr dann entschieden, ob ihr zur Homepage weitergeleitet werdet oder zum Blog.

Viel Vergnügen, Peter

 

 

Tag 112-114: Neuer Term, neue Überraschungen

Nachdem die ersten Chorproben gut gelaufen sind, ist auch Julian (der Dirigent des großen University-Chorus) wieder gesund und munter von seiner Hüft-OP zurück. Allerdings hat es noch nicht gereicht um die erste Probe am Dienstagabend zu übernehmen. Selbstverständlich hätte man uns vorwarnen können, doch mittlerweile ist ja klar, wie das hier läuft – „Thanks for helping us out, sorry for short notice“. Heißt so viel wie zwei Stunden vorher teilt man uns mit, dass wir die erste Probe dieses Semesters mit völlig neuem Programm leiten werden.

Eine tolle Aufgabe – und mittlerweile nehmen wir die täglichen Überraschungen auch sehr viel gelassener als noch vor wenigen Monaten. Es härtet also durchaus ab ins kalte Wasser geworfen zu werde. Apropos kalt: Die Heizung arbeitet nur sehr unzuverlässig hier bei uns in der Wohnung und bekanntermaßen ist die Isolierung der englischen Häuser extrem schlecht… klirr….

Auf dem Programm mit dem Uni-Chorus stehen dieses Semester ausnehmend gute Stücke. Edward Elgar – Great is the Lord, Schütz – Psalm 150 und John Rutter – Te Deum. John ist im kommenden Jahr „Ehrenpräsident“ unserer Music Society und wir werden ihn zu irgendeinem Zeitpunkt auch einmal an der Uni begrüßen dürfen. Daher ist natürlich ein großen Werk von ihm Pflicht. Da das Gloria im vergangenen Jahr aufgeführt wurde, ist nun das Te Deum dran.

Und noch ein viertes Stück – welches so wunderbar ist, dass ich es Euch nicht vorenthalten kann. Bitte unbedingt das folgende Video anschauen – und dann soll mal einer sagen deutsche Kirchenlieder würden oft zu „langsam“ von den Organisten begleitet. „All people that on earth“ ist so wunderbar „english“. Ein großartiges Arrangement, welches ich sicherlich mit nach Good old Germany zurück bringe. Ralph Vaughan Williams hat es arrangiert für die Krönung von Queen Elizabeth im Jahr 1953! Es grenzt schon an ein Wunder, dass sie noch immer regiert! Long life the Queen! By the way: Der Vater von Simon Halsey singt im Chor hier mit…

Tag 110/111: Second term begins

Ein frohes und gesundes Jahr wünsche ich allen Blog-Leserinnen und Blog-Lesern! Nach vier anstrengenden und sehr gewinnbringenden Tagen mit Man(n) Singt! in Kirkel, habe ich mich am Sonntagnachmittag auf den Weg zurück nach England gemacht.

Am heutigen Tag 111 begann mein zweiter Term. Erstaunlich entspannt; denn es ging erst am Abend richtig los. Unsere erste Kammerchorprobe mit University Camerata lief sehr gut. Augustina, David und ich waren erstaunt, dass die allermeisten Töne noch präsent waren und wir können nun in den kommenden 12 Proben bis zum final recital am 22. März in den Feinschliff gehen.

Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit verfliegt… Das Abschlusskonzert ist schon in gut zwei Monaten, dann folgen noch etliche schriftliche Hausarbeiten und Aufsätze und einige Prüfungen.


Heute Abend dann die erste Probe mit einem „neuen“ Ensemble. University of Birmingham Voices; das ist nun nochmal ein anderer Chor – denn dieser besteht aus sämtlichen Auswahlchören gemeinsam. D.h. University Women’s Choir, Camerata und Birmingham University Singers werden zusammen gewürfelt und daraus entsteht ein großer Sinfonischer Chor mit 120 auserwählten Stimmen.  Das war schon ein sehr beachtlicher Sound. Das spannende daran ist, dass einer meiner „Vorgänger“, Daniel, das ganze Projekt dirigiert. Er lebt seit seinem Abschluss wieder in Amerika und ist ein hervorragender Dirigent. Schön zu sehen, dass die Uni auch nach dem Abschluss noch Kontakt zu ihren Absolventen hält und es sogar zu Engagements kommen kann.

Ein äußerst spannendes Programm studieren wir mit Daniel ein: Leonard Bernstein – sozusagen ein Best-Of aus Musical und Film – das Konzert wird dann gemeinsam mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra sein in der Symphony Hall – darauf kann man sich jetzt schon freuen:

Nun stehen im Januar noch drei Deadlines an für schriftliche Hausarbeiten – essay writing continues – happy new year 🙂