Tag 126-144: Second Term und seine Folgen…

So viele Tage ohne einen neuen Blogbeitrag – Ich bitte vielmals um Entschuldigung! Der Januar und die bereits erwähnten Abgabefristen für die schriftlichen Hausarbeiten; kauf Luft zum Atmen. Neben den täglichen musikalischen Herausforderungen standen in erster Linie die Essays im Mittelpunkt der vergangenen Wochen. Am vergangenen Dienstag habe ich nun auch den letzten Essay zum Thema „Neue Musik“ eingereicht und bin nun wahnsinnig froh, dass das „Schreiben“ erstmal wieder Pause hat und ich mich in den kommenden Wochen wieder auf die Musik konzentrieren kann.

Relativ spontan wurde ich als Continuo-Spieler für ein Alte-Musik-Projekt engagiert am vergangenen Wochenende. Eigentlich eine Feine Sache, dass die Uni professionelle Coaches engagiert um ein Vokalensemble und ein Chamber Orchestra auf historischen Instrumenten zu coachen und sich ein Wochenende mit Französischer Barockmusik zu beschäftigen. Das Ergebnis war nicht besonders gut (leider aufgrund des sogenannten „Dirigenten“) aber dennoch eine wunderbare Möglichkeit mal wieder Orgel spielen zu dürfen und sehr interessante „Cantate Domino“ Vertonung von De laLande kennen zu lernen. Außerdem hatte ich dadurch Zugang zu unseren Alte-Musik-Räumen und siehe da habe mich glatt frisch verliebt (keine Angst, es war nur eine Gambe und ein Zink).

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Nach der Abschlussprüfung möchte ich das mal mit ein paar Stunden Einzelunterricht ausprobieren – Viola da Gamba ist einfach eines der schönsten Instrument ‚on earth‘! Mit dem Zink wird es sicherlich nichts, das ist brutal schwierig…

Außerdem haben wir seit einigen Wochen ein neues Instrument in unserer Orgelsammlung. Eine rekonstruierte mittelalterliche Orgel – jaja, keine Barock-Orgel, das hat ja jeder – nein, eine Mittelalter-Orgel musste her. Mit Hand-Calcant (d.h. ohne Motor) und wunderschönen Malereien. Ich habe das Instrument ausprobiert und muss sagen es klingt hervorragend! Uns ist allen noch nicht so ganz klar, was die Uni damit anfangen will – aber es sieht in jedem Falle gut aus. Siehe da:

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Zudem hatten wir wieder ein hervorragendes Seminar im Fach „Historische Aufführungspraxis“. Vergangene Woche war die Baroque Flute dran. Das ist ein total faszinierendes Seminar, was wir uns für deutsche Studiengänge unbedingt abschauen sollten. In jeder Einheit kommt ein Experte, der ein Instrument bzw. eine Instrumentenfamilie vorstellt. Die Dozentin vergangen Woche ist professionelle Travers-Flötistin in verschiedenen renommierten englischen Barockorchestern und hat uns in zwei Stunden atemberaubende Klänge auf ca. 10 verschiedenen Flöten vorgespielt. Hier ein kleine Eindruck ihrer Instrumentenfamilie. Zum ersten Mal habe ich sehen und hören können, dass die ganze Frage der „Historischen Stimmungssysteme“ nicht nur das Continuo betrifft, sondern durchaus auch die Solo-Instrumente (was ja auch Sinn macht!). Wir konnten verschieden große Halbtonschritte hören und beispielsweise die Unterschiede zwischen Dis und Es, die ja auch eine signifikante Rolle beispielsweise in Mitteltoniger Stimmung spielen. Das war klasse!

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Und dann musste doch gefeiert werden, dass der letzte Essay eingereicht ist. Ich bin sehr froh, dass ich bereits ein paar Freunde habe hier, die eine Vorliebe für deutsches Bier entwickelt haben – wen wundert das hier auf der Insel, wo Bier ohne Kohlensäure und Schaumkrone der Normalfall ist! Ein Prosit der Gemütlichkeit:


Das erste freie Wochenende in diesem Jahr nähert sich und ich mache heute eine „Testfahrt“ mit dem Eurostar von London nach Brüssel und dann mit dem ICE nach Heidelberg. Das ganze geht verhältnismäßig echt schnell. Um 15:04 bin ich in London eingestiegen und in wenigen Minuten, um 22.08 Uhr, bin ich bereits in Heidelberg. Ich freue mich sehr auf ein Wochenende mit Katha und kann allen England-Reisenden die Fahrt mit dem Eurostar nur sehr ans Herz legen. Das ist sehr, sehr komfortabel und viel leiser und einfacher als Fliegen! Bucht man entsprechend frühzeitig den Sparpreis Europa kann man hier ein tatsächliches Schnäppchen machen. Für 69 € nach London (aber das Kontingent ist sehr, sehr beschränkt…)

Allen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenende,

Euer Peter

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2 Kommentare zu „Tag 126-144: Second Term und seine Folgen…

  1. Lieber Peter, Dieser letzte Bericht ist sehr interessant. Die vielen Flöten werde ich Simone zeigen. Mit dem schönen Eurostar war ich vor einigen Jahren auch in England bei meiner Freundin. Das ist wirklich sehr komfortabel. Die mittelalterliche Orgel gefällt mir. Wie mag sie wohl klingen ?- Gibt es in England auch Fastnacht ?
    Viewle herzliche Grüße und frohes Weiterstudieren !- Almuth Laschefski

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    1. Liebe Almuth, Fastnacht habe ich hier noch keine gesehen 😉 ich nehme an der gemeine Engländer geht zum Lachen in den Keller? Ja, komfortabel und einfach ist der Eurostar – jederzeit wieder! Liebe Grüße ins schöne Neckarhausen und an den lieben Singkreis!

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