Tag 201-222: Man(n)Singt!, Essay & John Rutter

Nach einem tollen Probenwochenende mit Man(n)Singt! und einer schönen Gottesdienstmusik bei Kantor Sikner auf dem Lindenhof bin ich nun also wieder zurückgekehrt in das kühle England. Für die sonstigen Verhältnisse war es in der letzten Woche hier richtig hochsommerlich – zwei Tage lang hatten wir Sonnenschein! Das habe ich bisher noch nie erlebt am Stück. Die Menschen rasten sofort aus wenn es hier auf einmal so „heiß“ ist (wir sprechen also von mehr als 15 Grad 🙂

Ich habe den Frühlingsgefühlen auch freien Lauf gelassen und einen einen wunderbaren Grill gekauft für unseren Garten. Dieser kommt nun hoffentlich noch ein paar mal zum Einsatz im ‚Sommer‘.

Ansonsten stehen jetzt die letzen schriftlichen Hausarbeiten an: Für unser Abschlusskonzert gilt es noch einen 3000 Wörter-Aufsatz einzureichen mit Analyse der Stücke und Gedanken zum Programm. Für Arts Management gibt es noch 3 Deadlines in den kommenden Wochen und und und… Es wird mir also noch nicht langweilig, keine Sorge…

Willkommene Abwechslung war heute der Open Singing Day mit John Rutter in Preston (nördlich von Manchester).  Ich wollte ihn unbedingt einmal persönlich kennen lernen und bin sehr angetan. Der gute Mann ist ja auch schon 72 und springt noch immer munter auf der Bühne herum und ist sehr charmant… Über die Musik kann man sicher streiten, mehr als einen halben Tage ist schon grenzwertig…

 

Liebe Grüße aus Birmingham (der Stadt mit dem längsten Kanalsystem überhaupt!!!)

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Tag 200: Parsifal in Berlin – Simon Rattle, Simon Halsey und die Berliner Philharmoniker

Zu Beginn der Ferien gab uns Simon (Halsey) eine Liste mit all seinen Terminen ‚all over the world‘ in den kommenden Monaten mit der herzlichen Einladung ihm als seine ‚Jünger‘ nachzufolgen. Seine Einladung zu Proben und Konzert nach Berlin zu kommen konnte ich natürlich nicht widerstehen. Gemeinsam mit meinem Freund und Man(n)Singt!-Mitsänger, Manuel, machte ich mich also auf nach Berlin um zwei Tage den Proben des Rundfunkchors zu lauschen und dann die Generalprobe in der Berliner Philharmonie zu erleben mit Simon Rattle. Man muss schon sagen, dass die beiden Simon 1+2 ein absolut einzigartiges Team sind. Sie kennen sich seit Jahrzehnten, sind gut befreundet und haben in der Ära Rattle in Birmingham gemeinsam die Arbeit des  CBSO geprägt. Die Einstudierungen mit dem Rundfunkchor liefen selbstverständlich reibungslos und da sich Rattle 50 Männer (!) für den Chor gewünscht hatte war der Klang auch entsprechend mächtig!

Berlin ist immer eine Reise wert – und man(n) trifft ja auch immer wieder auf überraschende Begegnungen – so haben wir auch noch unseren Chorus Manger Gavin von der Uni in Berlin zufällig getroffen… Die Welt ist klein

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Tag 168-200: Easter break / 3. Term

Liebes Tagebuch… äää… liebe Blog-Leser,

viel zu lange habe ich es nicht mehr geschafft über aktuelle Geschehnisse zu informieren. Heute soll es wieder einmal soweit sein; es gibt nämlich einiges zu berichten aus den vergangen Wochen.

Seit mehr als 200 Tagen weile ich jetzt (mehr oder weniger) permanent auf der Insel und so langsam empfinde ich das „englische Wetter“ als wahre Herausforderung. Weniger kleidungstechnisch als vielmehr psychisch. In den Osterferien haben Katharina und ich uns aufgemacht zu einer 5-tägigen Wales-Rundfahrt – das war großartig! Mit verhältnismäßig gutem Wetter und einem Mietwagen waren wir bestens ausgestattet um die Reise in das „Land der Schafe“ (wie die Engländer sagen) anzutreten.

Nachdem wir meine Mutter, die sich mein Abschluss-Recital angehört hat, zum Bahnhof nach London gefahren hatten und verabschiedet hatten, konnten wir natürlich nicht der touristischen Sensation „STONEHENGE“ widerstehen.

 

 

Stonehenge ist tatsächlich überhaupt nicht sehenswert – aber wohl einer der Orte, an denen man einmal in seinem Leben (das reicht völlig aus) gewesen sein muss!

Die Reise führte uns weiter in die äußerst sehenswerte historische Stadt, Bath, which has a marvelous cathedral with a stunning roof:

 

Am späten Abend haben wir dann tatsächlich noch die Hauptstadt von Wales erreicht und verbrachten zwei wunderbare Tage in Cardiff. Neben dem schönen Hafen gibt es auch ein tolles Castle zu entdecken.

 

Die Engländer haben zwar kein eigenes gutes Bier – aber im Import sind sie wahre Helden. Beim Anblick dieser lokalen Perle kamen wahre „Heimatgefühle“ auf. Gekauft hab ich die 0,33l-Flasche für 2,50 Pfund jedoch nicht…

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Unsere Tour führte uns dann weiter entlang der Küste nach St. Davids, dem westlichsten Teil Wales, direkt am Meer – wunderschön hier!

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Auf die Reiseempfehlung unseres Chor-Managers Gavin hin haben wir dann tatsächlich noch eine fantastische Kathedrale erblicken dürfen. Ganz schön gewaltig mitten im nirgendwo – wie sooft im atemberaubenden Wales:

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Entlang der Westküste haben wir uns dann den Weg gebahnt über schmale Landstraßen hin in den Snowdonia National Park. Einer der großen Nationalparks in Wales, mit unglaubliche reizvoller Natur, und Dampfloks… Auf dem Snowdon war dann auch tatsächlich noch Winter und wir waren froh um unsere festen Schuhe!

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Pünktlich zu Ostern waren wir dann wieder in der Heimat und ich konnte sogar noch ein (hoffentlich nicht letztes) Mal als Solist im Speyrer Dom singen bei der Karfreitags-Liturgie. Wales lohnt sich absolut – I can really recommend!