Von den letzten Dingen…

Schande über mich – mehr als einen Monat habe ich hier nichts mehr von mir hören lassen. Die letzten Wochen meines Studiums waren nochmals sehr intensiv und voller reicher Erfahrungen!

Besuch von Kantor Stahl

Mein lieber Freund Roman Stahl hat sich aufgemacht aus der Schweiz und mich tatsächlich noch ein Wochenende besucht. Neben vielen kulturellen Erlebnissen in Oxford hatten wir natürlich eine fantastische Zeit. Der kleine Ableger von Cambridge ist einfach immer ein Besuch wert:

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Orgel & Violoncello mit Rebecca

Endlich ist ein bisschen mehr Ruhe und Zeit für music-making eingekehrt. Da wir keinerlei Unterricht mehr haben, sondern nur noch Konzerte, Proben, Exkursionen habe ich die Chance ergriffen mich einem langersehnten Projekt zu widmen. Das Violoncello… Aller Anfang ist schwer – aber es macht großen Spaß und wir werden sehen, ob ich in KA damit weitermachen kann.

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Vorbereitungen für Karlsruhe

Die meiste Zeit in den letzten Wochen verbrachte ich mit Vorbereitungen für das Antrittskonzert im November in der wunderschönen Christuskirche Karlsruhe. Partitur vorbereiten und lernen, Klavierauszug einrichten, viele Emails schreiben und Jahrespläne für die Chöre präparieren. Ich bin sehr gespannt auf das Konzert, bei dem wir unter anderem dieses Meisterwerk aufführen werden:

Jonathan Dove – There was a Child – Deutsche Erstaufführung. Simon hat mir seine Partitur ausgeliehen; höchst interessant!

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John Adams in Barcelona

Unverhofft kommt oft – so lautete auch das Motto einer kurzen „Bildungsreise“ in den letzten Wochen – oder nennen wir es ehrlicherweise „Kurzurlaub“. Simon hatte ein Projekt mit seinem Katalanischen Chor in Barcelona und hat uns Studenten herzlich eingeladen daran teilzuhaben. Das war ein echt bereicherndes Erlebnis! Orfeó Catalan ist ähnlich wie der CBSO-Chorus eine große Chorfamilie mit angeschlossener Singschule, einer wahnsinnig alten Tradition und sehr viel Geld. Simon leitete die Einstudierung eines wahrhaft verrückten aber total faszinierenden sinfonischen Werkes. „Harmonium“ von John Adams wurde aufgeführt. Der amerikanische und extrem sympathische Dirigent war selbst anwesend und dirigierte neben seinem „Oratorium“ auch noch eigene Orchesterwerke.

Wer noch nicht in Barcelona war muss unbedingt hin: Das ist die schönste europäische Metropole, die ich bisher besucht habe. Hier ein paar Eindrücke. Besonders imponierend war das Konzerthaus des Chores. Orfeo ist wohl der einzige Chor der Welt, der ein so prächtiges Konzerthaus besitzt. In diesem traditionsreichen Chor-Land lädt der Chor die Orchester ein und nicht umgekehrt! Beeindrucken und bei der Qualität der Sänger sehr verständlich wieso Simon 12 Wochen des Jahres in der Sonne verbringt. 120 Sänger, davon 55 Männerstimmen! Das ist unfassbar gut….

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Sagrada Famila

Nie zuvor habe ich so einen magischen Kirchenraum betreten. Wer hier schon war weiß wovon ich rede – wer noch nicht hier war, muss unbedingt herkommen. Das Lebenswerk Gaudi’s betrachten und einfach nur Staunen…

Springflut in Birmingham

Ja, das Englische Wetter ist nicht das Beste – aber eine derartige Springflut zu erleben ist schon ein besonderes Erlebnis. Alle 5 Jahre kommt es zu so einem Naturspektakel. In nur wenigen Stunden war unser kompletter Stadtteil sosehr überflutet, dass man kaum noch fahren oder gar laufen konnte.

The Dragon of Wantley – Opernproduktion

Sechs Wochen liefen unsere Vorbereitungen für die Produktion der Barockoper, The Dragon of Wantley von Johann Christoph Lampe. Sicherlich keine große Barockmusik, die der Fagottist Händels als „Parodie-Oper“ veröffentlich hat – aber ein großer Spaß. Meine Rolle war es den Chor einzustudieren und als Chorus Master dafür zu sorgen, dass die etwas „uninspirierte“ Musik Begeisterung beim Publikum auslöst. Spätestens bei unserer zweiten Aufführung am vergangen Sonntag ist dies absolut gelungen und der Funke ist regelrecht übergesprungen. Unter folgendem Link können wunderschöne Fotos der Produktion eingesehen werden.

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Für mich war es eine tolle und lehrreiche Erfahrung mal die Position des Chorus Master einzunehmen. Simon hatte mir sehr dazu geraten und ich bin dankbar dafür, dass ich diese Möglichkeit genutzte habe. Die tatsächliche musikalische Verantwortung lag bei meinem Kollegen David, der beide Aufführungen dirigiert hat.

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